+++ Jetzt heißt es Kämpfen bis zur Winterpause - nächste Auswärtsniederlage für Riesa +++

Am Sonntag, den 9. November, waren wir zu Gast bei der SG LVB Leipzig II – einem Gegner, den wir in dieser Saison nun schon gut kennengelernt haben. Nach mehreren Duellen – im Pokal und der Saisonvorbereitung – wussten wir eigentlich, was uns erwartet. 

 

Außerdem gab’s ein kleines Wiedersehen: Unser Neuzugang Max Knappe, der ganze 20 Jahre für die Straßenbahner gespielt hat, kehrte erstmals als Riesaer zurück an seine alte Wirkungsstätte.

 

In der Kabine stellte uns Trainer Robert Werner die entscheidende Frage: „Warum nicht heute?“

Warum sollten wir nicht an diesem Sonntag die ersten Punkte holen und damit die bislang enttäuschende Hinrunde etwas versöhnlicher gestalten, bevor es in vier Wochen in die Winterpause geht?

 

Klar – die ersten Spiele liefen nicht gut. Aber die letzten Auftritte zeigten einen klaren Aufwärtstrend in Sachen Leistung und Einstellung. Und mit 13 Spielern konnten wir dieses Mal immerhin wieder etwas durchwechseln - dennoch gab es bisher noch kein einziges Spiel in Vollbesetzung. Der Plan Werners war aber trotzdem klar: sicher ins Spiel starten, dann Tempo aufnehmen und Leipzig ordentlich die Stirn bieten.

 

Der Beginn verlief zunächst ordentlich: Nach fünf Minuten stand es 2:2, beide Treffer kamen durch starke Rückraumwürfe. Doch dann kam der Bruch – im Angriff spielten wir zu statisch, zu nah an der gegnerischen Abwehr, ohne klare Wurfoptionen. Die Gastgeber nutzten das konsequent aus und setzten sich bis zur 16. Minute bereits mit 9:3 ab. LVB traf dann fast nach Belieben, während wir in der Defensive kaum Zugriff fanden. Unkonzentriertheiten, einige Zeitstrafen und wachsender Frust machten es uns zusätzlich schwer.

 

Trotzdem versuchten wir, wieder schneller nach vorn zu spielen und mutiger abzuschließen. Bis zur Pause gelang uns das stellenweise, doch mit einem 18:8 ging es enttäuscht, aber nicht gebrochen in die Kabine.

Wir wussten: Das wird schwer. Aber aufgeben? Keine Option. Wir wollten zeigen, dass wir es besser können – und die zweite Halbzeit begann auch etwas stabiler. Die Abwehr stand kompakter, es gelangen endlich auch mal einfache Tore, und nach einem Ballgewinn traf sogar unser Torhüter Friedrich Margenberg spektakulär aus rund 40 Metern ins verwaiste Leipziger Tor. 

 

Leider hielten wir das Tempo und die Konzentration nicht über die gesamte Zeit. Wiederkehrende Unterzahlsituationen, Fehlwürfe und Ballverluste verhinderten, dass wir nochmal richtig herankamen. LVB nutzte das eiskalt aus, erzielte viele Kontertore und baute den Vorsprung Tor um Tor aus.

Die Partie wurde zunehmend hektisch, was auch an unserer eigenen Unzufriedenheit lag. Zwei Rote Karten – gegen Lucas Schröber (38. Minute) und Tobias Krause (nach der dritten Zeitstrafe kurz vor Schluss) – machten es nicht leichter. Das letzte Tor der Begegnung fiel eine Minute vor dem Ende, Endstand 36:19. 

 

Das ist ein Ergebnis, das weh tut – und ein klares Signal: Wir müssen uns jetzt zusammenreißen. Wir müssen den Fokus zurückgewinnen, Fehler analysieren und den Glauben an unsere Stärken festigen. Die Qualität und der Wille sind da – wir müssen sie nur konsequent abrufen.

 

Die kommenden Wochen werden noch mal entscheidend: Mit Fraureuth, Döbeln (unser einziges Derby!) und Rotation Weißenborn warten noch drei wichtige Gegner, bei denen wir endlich punkten müssen.

 

Es spielten: Friedrich Margenberg (1), Sven Lehmann (beide Tor), Florian Wunder (3), Tobias Krause (2/1), Patrick Illgen (2), Phillip Schneese, Steffen Manig, Lucas Schröber (3/1), Paul Stephan, Henry Lützkendorf, Jason Heimann (5), Maximilian Knappe (1), Maurice Gnadt (2) 

 

Ausblick:

Am Samstag, den 22.11.2025, empfangen wir um 17:00 Uhr in unserer WM-Halle Riesa (Am Sportzentrum 1) den HC Fraureuth (aktuell Platz 7).

Kommt vorbei, feuert uns an und helft uns, die Wende einzuleiten! 

Auf geht’s, Riesa!


 

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Veröffentlichung

Mi, 12. November 2025

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