Bannerbild | zur StartseiteBannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

+++ Für immer 21 +++

Gewohnheit ist eine tolle Sache, sie bringt Sicherheit und eine gewisse Geborgenheit. In den letzten Jahren war der Beginn der neuen Saison wahrscheinlich genauso zur Gewohnheit geworden wie die täglich sich vermehrenden Baustellen in Riesa. Die gleichen Gesichter, die gleichen Sprüche und die gleichen Abläufe Jahr für Jahr. Man fühlte sich wohl in dem Gefüge und der ein oder andere hatte vielleicht die leise Hoffnung, es könnte für immer so bleiben.

 

Aber Veränderung gehören zum Leben und sind notwendig, um Platz für etwas Neues zu schaffen. So standen wir in diesen Sommer vor der Herausforderung, aus ehemals zwei Mannschaften eine gemeinsame zu formen. Und obwohl sich durchaus Wachstumsschwierigkeiten zeigen (davon auch später mehr), sind wir sehr zuversichtlich, auch in Zukunft eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Platte zu bringen, die Spaß am Spiel hat und füreinander einsteht.

 

Doch genug des Vorwortes. Der Tag des ersten Saisonspiel war gekommen und mit dem Gastgeber Union Chemnitz war uns klar, dass wir gleich zum Start ein ordentliches Pfund vor der Brust haben würden. Die Chemnitzer zählten schon in der letzten Spielzeit zu den Mannschaften denen wir durchaus den Aufstieg zutrauten. Auch unsere bisherigen Spiele gegen Union wussten nichts Positives zu vermelden, egal ob zuhause oder auswärts am Ende trug der Sieger rot.

Genau in dieser Ausgangslage sah das Trainerteam, um Neu-Coach Steffen Manig aber auch unsere Chance. Wir sollten völlig befreit aufspielen, uns in die Partie reinbeißen und solange wie möglich dagegenhalten.

Das Spiel startete allerdings ungünstig. Fipsi musste direkt im allerersten Angriff der Gastgeber für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen, die anschließende Unterzahl brachte die Heimmannschaft mit 2:0 in Front. Daraufhin fanden wir besser in die Partie. Unsere Abwehr verschob schneller gegen die guten eins-gegen-eins Spieler der Chemnitzer und konnteauch einige Ballgewinne verzeichnen. Im Angriff fiel es uns von Anfang schwer, gegen die offensiv agierenden Gastgeber Lösungen zu finden. Doch nach und nach erspielten wir uns gute und freie Chancen. Meistens war der junge Henry der Nutznießer und konnte einige schöne Treffer erzielen. Somit führten wir nach 16 Minuten mit 4:6 und konnten mit unserer Leistung bis dahin definitiv zufrieden sein.

 

Die verbleibenden Minuten der ersten Hälfte zeigten dann aber deutlich unsere Schwächen auf und Chemnitz warüberhaupt nicht verlegen, diese eiskalt auszunutzen. Unser Angriff wirkte zunehmend ideenlos, Spielzüge die vorher Ertrag brachten konnten nicht mehr konsequent ausgespielt werden. Dadurch häuften sich auch die individuellen Fehler, aus welchen Union wiederum direkt Kapital schlug. Meistens kamen wir gar nicht in unsere Abwehr, die auch zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht stand, da der Ball schon vorher in unserem Netz zappelte. Lediglich Philipp R. konnte sich in diesen Minuten auszeichnen und noch den ein oder anderen Ball rausfischen. Mit der Halbzeitsirene stand dann ein deutliches 13:7 auf der Anzeigetafel, wirklich ärgerlich denngerade nach der guten Anfangsphase hätten wir das Spiel gerne länger eng gestaltet. In der Pause versuchen wir, den Fokus auf die zweite Halbzeit zu legen und wieder da anzusetzen, wo wir das Spiel begonnen haben, bedeutete frei aufspielen, zusammenstehen und uns wieder reinkämpfen.

 

Leider glich der Start in die zweite Hälfte, eher dem Ende des ersten Durchgangs. Die Gastgeber verteidigten nun gefühlt noch ein Ticken offensiver, wogegen wir an dem Tag keine richtigen Mittel fanden. Unser Angriff blieb relativ einfallslos und war zudem auch noch äußerst fehleranfällig. Die Heimmannschaft nahm unsere Ballverluste nach wie vor dankend an und stellte nach nicht mal zehn gespielten Minuten auf 18:8.

 

Im Folgenden berappelten wir uns noch ein wenig, weshalb der Abstand nicht viel weiter anwuchs. Zum Ende hin wurde allerdings deutlich, dass die Luft raus war und heute keiner von uns mehr eine gewaltige Formsteigerung zulegen würde. So verloren wir am Ende verdient mit 29:14 in der Jahnbaude.

 

Tja, definitiv kein Traumauftakt für uns.

Uns wurde deutlich aufgezeigt, dass wir im Zusammenspiel noch deutliche Schwächen aufweisen. Einerseits müssen die Abläufe für die gesamte Mannschaft noch verbessert werden. Andererseits geht es auch um das individuelle Verständnis jedes einzelnen Spielers und darum, wie er sich auf ungewohnte oder herausfordernde Situationen einstellt und diese löst. Um ein solches Spiel offen zu halten, bedarf es einer deutlichen Minimierung von Fehlern. Das konnten wir an diesem Tag so nicht umsetzen.

 

Dennoch kann man der guten Anfangsphase und der soliden Deckungsarbeit im Positionsangriff auch positive Aspekte abgewinnen. Diese sollen selbstverständlich auch maßgebend für unsere zukünftigen Aufgaben sein. Auch wenn niemand gerne den Saisonauftakt verliert, heißt es jetzt, einen Schlussstrich zu ziehen und die anstehenden Herausforderungen ins Auge zu fassen.

 

Denn da wartet am 12.09.2026 zum ersten Heimspieltag ebenfalls ein Kracher, es ist Derby-Time in Riesa und wir empfangen um 17:00 Uhr die HSG Neudorf-Döbeln.

Wir bauen natürlich auf eine volle Halle & eure Unterstützung, wenn es wieder heißt:

 

Auf geht’s Riesa!

 

 

 

Für Riesa spielten:

1# Tom Wabnitz (TH), 23# Philipp Röpke (TH), 5# Malte Morstein (5), 8# Phillip Schhneese (1), 9# Max Simon, 22# Paul Stephan, 27# Moritz Kunzendorf, 28# Tim-Luca Wandelt, 29# Jannik Reinicke, 30# Henry Lützkendorf (4), 33# Jason Heimann (2, 1/1), 36# Hendrik Pawlowski, 44# Maurice Gnadt (2, 1/1)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 10. September 2026

Weitere Meldungen