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+++ Sc Riesa verliert, aber nicht die Hoffnung +++

Eigentlich sollte es der Saisonauftakt werden - tatsächlich wurde es das fünfte Pflichtspiel. Aufgrund personeller Engpässe musste die Partie gegen die HSG Freiberg II verlegt werden. Dank der fairen und schnellen Kooperation der Gastgeber konnte das Spiel am 4. Oktober nun endlich nachgeholt werden.

 

Nach mehreren deutlichen Niederlagen, zuletzt einem 14-Tore-Rückschlag gegen die USG Chemnitz, gab Trainer Werner seinem Team eine klare Marschroute mit: Die Riesaer Männer sollten zeigen, dass sie aus den vergangenen Wochen gelernt haben, wieder Struktur, Selbstvertrauen und Zielstrebigkeit in ihr Spiel bringen und die schnellen Angriffe konsequenter Nutzen. Gleichzeitig erinnerte Werner seine Mannschaft, dass sie doch eigentlich Handball spielen  kann. In der letzten Saison hat man bewiesen, dass im Team deutlich mehr steckt, als es die aktuelle Tabelle vermuten lässt. Nun gehe es darum, sich daran zu erinnern, was die Truppe stark macht: Teamgeist, Einsatz und der Glaube an die eigenen Stärken.

 

Der Auftakt ins Spiel war zunächst vielversprechend. Nach zwei Minuten gingen die Gäste mit 0:1 in Führung. So begegneten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase auf Augenhöhe. Schnell tat sich jedoch ein aus den letzten Spielen bekanntes Problem auf: Fehlwürfe, Ballverluste und technische Fehler. Nach rund elf Minuten ging Riesa in die erste Auszeit. Auf der Anzeigetafel stand ein 5:3 für die Freiberger Gastgeber. Die Klare Ansage vom Trainer: Die Abwehr solle weiter so stabil stehen, vorne müsse nun klarer agiert und die vorhanden Chancen besser genutzt werden.

 

Trotz der Auszeit geriet der Spielfluss der Riesaer ins Stocken. Freiberg nutzte seine Möglichkeiten deutlich konsequenter und zog Tor um Tor davon. Riesa scheiterte häufig an der gegnerischen Abwehr oder den aufgelegten Torhütern. Mit einer mageren Wurfquote von etwa 33% ging es beim Stand von 17:8 in die Halbzeitpause.

 

Der Start in die zweite Halbzeit verlief ebenfalls schwierig. Zwar arbeitete die Abwehr nun wieder engagierter und etwas offensiver, doch vor fehlte weiterhin die Präzision vor dem Tor. Freiberg nutzte die Fehler der Riesaer Männer eiskalt aus und zog Mitte der zweiten Hälfte auf bis zu zwölf Tore Unterschied davon (24:12 in der 43. Minute; 26:14 in der 47. Minute)

 

Beim Stand von 26:15 (50. Minute) zog Trainer Werner die Notbremse und nahm noch einmal eine Auszeit. Die klare Ansage lautete: den Freiberger Rückraum zu stören, die Deckung weiter nach vorn schieben und das Umschaltspiel mutiger gestalten. Diese Umstellung zeigte noch einmal Wirkung: In der Schlussoffensive erzielte das Team mehrere schnelle Treffer, und Torhüter Sven Lehmann parierte in dieser Phase noch ein paar wichtige Bälle gegen seinen Ex-Club. Am Ende verkürzten wir noch auf 27:22 - die bislang knappste Niederlage der Saison. 

 

Trotz der sichtbaren Moral in der Schlussphase bleibt die Bilanz schmerzhaft: Mit 0:10 Punkten steht Riesa auf dem letzten Tabellenplatz der Verbandsliga Staffel West. Der Saisonstart verlief anders als erhofft. Jetzt gilt es, die spielfreie Woche während der Oktoberferien zu nutzen, die ersten Begegnungen analytisch aufzuarbeiten und gezielt an Abschlussstärke, Einstellung und Zusammenspiel zu arbeiten. Ziel ist es nach der Pause mit frischer Energie zurückzukommen. 

 

Weiter geht’s am 18. Oktober 2025 mit einem Heimspiel im HVS Landskronpokal gegen die SG LVB Leipzig II. Das Spiel findet nicht in der WM-Halle Riesa, sondern in der BSZ-Sporthalle (Paul-Greifzu-Straße 51, 01591 Riesa) statt. Anwurf ist um 16:30 Uhr. Mit dabei auf Leipziger Seite sind zwei altbekannte Gesichter: Rechtsaussen Florin Träger und Trainer Tony Seefeld (früher Linksaussen bei der HSG Rio).

 

Kommt zahlreich, macht Stimmung und helft uns in die nächste Runde zu kommen!

Auf geht’s Riesa! 

 

Es spielten: F. Margenberg, S. Lehmann (beide Tor), M. Morstein (2), P. Illgen (4), P. Schneese (2), T. Kuhl (3), C. Schröber (2), L. Schröber (4), M. Kunzendorf (3), J. Heimann, M. Gnadt (2) 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 09. Oktober 2025

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