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+++ Starke Fans, bitteres Ergebnis - B169 Derby geht an Döbeln +++

Am Sonntag, den 30.11.2025, stand für uns das einzige Derby der Saison gegen die HSG Neudorf/Döbeln in der Stadtsporthalle Döbeln auf dem Programm. Schon die Anreise war etwas Besonderes: Mit einem vollen Reisebus, organisiert durch die BSG Stahl Riesa, machten sich zahlreiche Fans mit uns auf den Weg – laut, motiviert und bereit, uns 60 Minuten lang anzutreiben. Die Unterstützung von außen hätte also nicht besser sein können. Im vorletzten Spiel der Hinrunde wollten wir endlich ein Lebenszeichen setzen und unsere ersten Punkte holen.

 

Trainer Robert Werner motivierte uns vor der Partie eindringlich. Die Niederlagen der vergangenen Wochen sollten aus den Köpfen – heute zählte nur: alles geben, Derby spielen, Punkte aus Döbeln entführen. Doch der Start verlief anders als geplant. Döbeln setzte sich bis zur 10. Minute bereits auf 8:3 ab. Wir hatten Probleme, klare Torchancen herauszuspielen, agierten zu nah an der Abwehr und machten technische Fehler, die sofort zu schnellen Gegentoren führten. Die Schiedsrichter setzten früh ihre Linie, verteilten mehrere Zeitstrafen – alles in Ordnung, aber wir mussten uns besser darauf einstellen.

 

Nach einer Auszeit fanden wir besser ins Spiel und kämpften uns bis zur 20. Minute auf 12:10 heran. Kurz darauf waren wir sogar in Überzahl. Aber obwohl wir nun Zugriff bekamen, nutzten wir diese Phase nicht gut genug. Die Wurfquote blieb unser größtes Problem, wir trafen zu oft falsche Entscheidungen und leisteten uns unnötige Ballverluste. Döbeln bestrafte das konsequent, und so ging es mit einem 20:14 in die Halbzeit – frustrierend, weil mehr drin gewesen wäre. Zumal man sich unweigerlich fragte: Was ist los? Warum treffen wir das Tor nicht? Fehlt uns der letzte Funken, fehlt die Überzeugung? Eigentlich war doch heute alles angerichtet, die Halle war laut, unsere Fans peitschten uns permanent nach vorn.

 

Die zweite Halbzeit begann denkbar schlecht. Zwei Fouls innerhalb der ersten 60 Sekunden führten zu doppelter Unterzahl, und obwohl wir den Rückstand zunächst stabil hielten, gelang es uns nicht, näher heranzukommen. Ab Minute 35 zog Döbeln wieder davon und erhöhte in der 40. Minute auf 28:20. Wir stellten die Abwehr anschließend etwas offensiver ein, um Ballgewinne zu forcieren – was auch gelang. Sven Lehmann zeigte im Tor mehrere starke Paraden und gab uns in dieser Phase richtig Stabilität. Doch das altbekannte Problem blieb bestehen: Wir belohnten uns nicht. Wieder und wieder fanden wir den Weg ins Tor nicht, warfen frei vorbei oder scheiterten am Keeper. So liefen wir dem Rückstand weiter hinterher und lagen in Minute 56 erneut deutlich zurück – diesmal mit 36:27.

 

Am Ende gelang uns zwar noch ein wenig Ergebniskosmetik, und auch eine doppelte Zeitstrafe gegen Döbelns Nummer 18 brachte nichts Zählbares mehr ein. Nach 60 Minuten stand ein 36:31 auf der Anzeigetafel – wieder keine Punkte, wieder eine Derbyenttäuschung. Und wieder das Gefühl: Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, aber wir waren die Mannschaft, die in den entscheidenden Phasen zu unklug agierte und sich selbst nicht belohnte.

 

Die Hinrunde verlief ergebnistechnisch wie ein Albtraum, aber spielerisch zeigt sich eine Entwicklung, die uns Mut machen sollte. Wir kommen unserem besten Handball näher – wir schaffen nur den letzten Schritt nicht. Das muss sich jetzt ändern.

 

Ein unfassbar großer Dank gilt unseren mitgereisten Fans. Ihr habt die Döbelner Stadtsporthalle phasenweise in eine Riesaer Heimhalle verwandelt, ihr wart laut, ihr wart viele, ihr wart unglaublich. Ihr gebt uns Hoffnung – bleibt bitte so! Und für den Kalender: Die nächste Auswärtsfahrt mit Bus ist voraussichtlich am 17.01.2026 nach Chemnitz geplant.

 

Am kommenden Samstag (06.12.2025, 17:00 Uhr, BSZ-Halle Riesa) empfangen wir Rotation Weißenborn zum letzten Hinrundenspiel. Wir wollen nicht ohne Punkte Weihnachten feiern. Jetzt zählt’s.

 

Auf geht‘s Riesa!

 

Es spielten: S. Lehmann, T. Wabnitz (beide Tor), T. Krause (3), M. Kühnel, M. Morstein (3), P. Illgen (3), P. Schneese (1), S. Manig (3), L. Schröber (10/3), P. Stephan, M. Kunzendorf (2), J. Heimann (2), M. Knappe (3), M. Gnadt (1)

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Veröffentlichung

Mi, 03. Dezember 2025

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