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+++ Eine Halbzeit reicht leider nicht +++

Zum ersten Auswärtsspiel im Jahr 2026 geht es zum Staffelfavoriten – der Union Chemnitz. Damals verloren die Riesaer Männer zuhause mit zehn Toren und selbstverständlich sollte das nicht wieder passieren. Trainer Werner nimmt gleich von Anfang an den Druck von den Spielern und sagt ihnen, dass dieses Spiel nicht der Gradmesser ist und wir als Außenseiter nicht zwingend gewinnen müssen, aber dennoch schauen sollen, was das Spiel bringt und was dann in den einzelnen Phasen der Partie passiert.

 

Die leichten Fehler aus der letzten Woche sollen abgestellt und weiter an den Stärken festgehalten werden, denn nur so können die Riesaer Chemnitz entgegenwirken. Aus einer starken Abwehr mit guten Torhütern dahinter, soll das Tempo der letzten Woche wieder aufgenommen und dieses Mal die Bälle mit voller Überzeugung im gegnerischen Tor untergebracht werden. Nach einer kurzen, dafür aber intensiven Erwärmung durch das vorangegangene Jugend-Bundesliga-Spiel starten die Gäste gut in die Partie und lassen bis zur achten Minute nur vier Gegentore zu. Leider setzen sich die Chemnitzer aufgrund von zwei Unterzahlsituationen mit fünf Toren ab. Doch wir geben uns nicht auf und kommen in Gleichzahl Tor für Tor wieder heran und können in der 29. Minute sogar den Ausgleich erzielen (11:11), den wir mit in die Halbzeit nehmen (12:12). Die Stimmung auf den wenig gefüllten Rängen ist verstummt genauso wie die der eigentlichen Favoriten. Riesa dafür ist im psychologischen Vorteil und die Halbzeit kommt dieses Mal leider zur falschen Zeit, weil man aus dem Flow herausgenommen wird. 


Die Halbzeitansprache fällt deshalb kurz und zielführend aus, denn Trainer Werner weiß, dass das nur die ersten 30 Minuten waren und noch ein weiter Weg vor seinen Jungs liegt.

 

Die zweite Halbzeit startet weder schlecht noch gut, denn die Gäste stellen weiterhin eine starke Abwehr, was Chemnitz vor unterschiedliche Herausforderungen stellt, wir treffen vorne zwar auch nicht das Tor, aber somit bleiben beide Mannschaften auf Augenhöhe. Erst eine erneute unglückliche Zwei-Minuten-Strafe in der 34. Minute, gefolgt von einer nächsten in der 42. Minute hilft Chemnitz dabei, die größeren Räume zu nutzen und sich so Tor für Tor abzusetzen. Nicht umsonst steht diese Mannschaft in der Tabelle weit oben, denn solche Situationen nutzen sie gnadenlos aus. Riesa kann den Abstand zwar lange bei fünf Toren halten, aber irgendwann sind die Kräfte auch vorbei und wir schaffen es nicht mehr,uns näher heranzukämpfen, denn die erste Halbzeit hat schon viel Energie gekostet. Durch dieses Kräfteungleichgewicht kann sich Chemnitz immer weiter absetzen und am Ende leider den erneuten Zehn-Tore-Vorsprung wie aus dem Hinspiel herstellen. In bestimmten Situationen sind es eben die kleinen Entscheidungen, die ein Spiel physisch und psychisch auf die ein oder andere Seite lenken können. Eine erste Strafe (rote Karte in der 46. Minute) für Chemnitz kam vielleicht etwas zu spät, ohne jetzt dahingehend zu beurteilen, ob diese gerechtfertigt ist oder nicht. Ein durchgehend faires Spiel wird manchmal auch durch fehlenden Einfluss erst zu einem harten Spiel gewandelt, was natürlich für alle Beteiligten ärgerlich und definitiv vermeidbar ist, denn unser Sport ist schnell und manchmal auch schwierig zu entscheiden, sollte sich aber trotzdem immer in Balance befinden.

 

Am Ende kann man sagen, dass ein Sieg vielleicht nicht drin gewesen wäre, aber der Abstand zu hoch ausgefallen ist und vermeidbar gewesen wäre. Herzlichen Glückwunsch an Chemnitz und viel Erfolg weiterhin in der Saison.

Für uns heißt es jetzt den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und nächste Woche wieder alles geben, um endlich die ersten zwei Punkte im Jahr 2026 einzufahren. Wir danken allen Fans, die mit in Chemnitz waren und laden zum nächsten Heimspiel am kommenden Wochenende ein. Anwurf am 24.01.2026 ist um 17:00 Uhr gegen die SC DHfK Leipzig III.

 

Margenberg, F. und Wabnitz, T. (beide Tor), Wunder, F. (1), Krause, T. (1), Morstein, M. (1), Illgen, P. (4), Schneese, P., Manig, S., Schröber, L. (7/2), Kunzendorf, M. (1), Lützkendorf, H., Knappe, M. (1), Gnadt, M. (2)

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Veröffentlichung

Fr, 23. Januar 2026

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